Samstag, 29. November 2008

Waldorfschüler arbeiten im BMW-Werk München

Waldorfschüler arbeiten im BMW Werk München mit Industrierobotern
BMW Werk München: Waldorfschüler arbeiten im Karosseriebau mit
Foto: BMW

(BSOZD.com-NEWS) München. Die elfte Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg kommt im Herbst traditionell nach München, um drei Wochen lang in der Frühschicht im Karosseriebau des BMW Werks zu arbeiten, heuer bereits zum sechzehnten Mal in Folge.
Für die Schüler bringt dieses Praktikum viele neue und wertvolle Lebenserfahrungen, die zur Persönlichkeitsbildung beitragen: Sie erleben die Welt der Technik und den Alltag der Mitarbeiter, was tiefe Eindrücke hinterlässt. Der Wechsel vom Schulbetrieb in eine völlig neue Erfahrungswelt eröffnet ihnen auch völlig neue Handlungsmöglichkeiten: Hier werden sie an Arbeitsleistungen gemessen sowie mit Pünktlichkeit, anderen Sozialformen und der Frage nach der persönlichen Leistungsfähigkeit konfrontiert. "Erst durch die Konfrontation mit diesen Anforderungen merken die Schüler, dass sie diesen gewachsen sind - oder eben nicht. Im Rückblick führt diese Erfahrung dann immer zu einem Motivationsschub entweder direkt in Richtung Technik oder zu der Entscheidung für das Gegenteil", so die begleitenden Lehrer. "Die Frage nach dem `Was will ich wirklich?´ findet durch solche Erfahrungen eine Antwort."


Die Schüler selbst schätzen einerseits das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird, wenn sie weitgehend selbständig im normalen Produktionsprozess mitarbeiten dürfen, andererseits die vielen Möglichkeiten im Werk. Denn neben dem umfangreichen Produktionseinsatz, bei dem sie roulierend in vielen Bereichen des Karosseriebaus mitarbeiten, erhalten sie selbstverständlich eine Sicherheitsunterweisung und einen Überblick über den gesamten Produktionsprozess. Außerdem können sie unter Anleitung der Profis selbst einen Roboter programmieren. Ein Ausflug in die BMW Welt und das BMW Museum sind natürlich auch vorgesehen.

Bei BMW betreut die Schüler Peter Oswald, seit vielen Jahren Meister im Münchener Karosseriebau, mit großem Engagement. "Für die Schüler ist dieses Praktikum etwas ganz anderes als ihre gewohnte Lebenswelt. Beim gemeinsamen Mittagessen merke ich, dass sie eine sehr hohe Sozialkompetenz und ein umfangreiches Wissen in vielen Bereichen wie z.B. Geschichte mitbringen. Aber was sie hier sehen und erleben, ist natürlich neu für sie." ......


Aus Sicht der Schule ist der Aufenthalt bei BMW der praktische Teil des Faches Wirtschaftsgeographie, die Arbeit an den Maschinen angewandte Mathematik, die ihre Entsprechung in der Vektorgeometrie der elften Klasse findet. Die Waldorfschule blickt aber auch auf die persönliche Entwicklung der Schüler und erhofft sich daraus zu Recht einen Anstoß für die Persönlichkeitsbildung und die Berufswahl der Schüler

Den ganzen Artikel findet man unter: WORLD PRESS



Sonntag, 16. November 2008

Die sechs Schwäne

Ein Geheimnis, das zwischen Weiblichem und Männlichem webt


Gestern wurde in der Schule das Märchen von den „Sechs Schwänen“ eurythmisch aufgeführt. Ein besonderer Reiz der Aufführung lag in der Zusammensetzung der Gruppe aus jüngeren und älteren Schülern. Alles war sehr gründlich ausgearbeitet und die Kinder lebten ganz in ihren Rollen.


Die Weisheit, die in dem Märchen steckt, regt zu vielen Überlegungen an. Wieder einmal ist es ein Mädchen, das seine Brüder erlöst.


Man wird auf ein Geheimnis hingewiesen, das zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen webt. Wie schnell erliegt das Männliche einer Verzauberung und offenbart dann eine tierische Gestalt. Die Erlösung kommt von der Schwester, der weiblichen Seele. Nicht allein kann sich das Männliche aus der Verzauberung erlösen. Sobald es für eine Viertelstunde seine menschliche Gestalt annehmen darf, findet es sich in einem Räuberhaus wieder. Die Erlösung durch die Schwester erfolgt durch Schweigen. Es arbeitet an einem neuen Gewand, einer neuen Hülle für die Brüder, aber sie muss dabei schweigen - ein schwerer Weg. Durch die Übung dieser Tugend entsteht soviel Kraft, dass die Verzauberung gelöst werden kann.


So webt es auch geheimnisvoll in einer Schulklasse zwischen Jungen und Mädchen. Die Jungen erlebt man verstrickt in vielerlei Schwierigkeiten, ihr wahres Sein kann sich kaum offenbaren. Viele Mädchen ertragen diese Unarten mit schweigender Geduld. So wird der Ausgleich geschaffen. Deshalb ist wohl auch die Ausgewogenheit der Anzahl von Jungen und Mädchen in einer Klasse ideal.




Donnerstag, 13. November 2008

Zum Nikolaus Tag

Bald ist es wieder soweit, der Nikolaus kommt. Eine kleine Anekdote dazu aus der damals 3.Klasse:

Bei uns muss der Nikolaus immer über den Schulhof gehen, damit er von einem Gebäude ins andere kommt. Von manchen Klassenzimmern aus kann man den Schulhof sehen. Ein neugieriger, erwartungsvoller Schüler sieht den Nikolaus durchs Fenster und ruft: "Der Papst kommt!"