Donnerstag, 29. April 2010

Andre Stern, „ ...und ich war nie in der Schule“- 3.Teil


Aus seiner Biographie kann man sehr viel lernen. Natürlich müsste man das ganze Buch kennen, um die Aussagen voll verstehen zu können. Vielleicht sei hier nur angemerkt, dass er eben ständig von Kindesbeinen an kreativ tätig war und von Erwachsenen lernte:
(Zitate aus dem Buch:)

Frage:


Der Eintritt ins Berufsleben


„Wie verlief für dich der Eintritt ins Berufsleben, und wann fand erstatt? Warst du da nicht recht hilflos, fehlten dir nicht die Arbeitspraxis und die Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen und festen Zeitplänen usw.?“


...Ich kannte diese Differenzierungen und Übergänge nicht, ganz einfach, weil ich immer schon im aktiven Leben badete, in meinem eigenen und in dem der anderen; ...


Ich habe kein Ende des Studentenlebens erfahren müssen und ebenso wenig die Notwendigkeit des Übertritt ins Berufsleben. Ich hatte keine manchmal schmerzhafte Schwelle zu überschreiten, die das theoretische Schulwissen von der Umsetzung in der Praxis trennt, denn ich habe die Welt der Praxis nie verlassen.


Es ist seltsam, dass man sich hier um mich „sorgt“; sind es nicht eher „die anderen“, die sich eines schönen Tages jäh mitten im realen Leben wiederfinden, obwohl sie bis dahin nur eine sterile, quasi geistige Parallelwelt, den Schüler- oder Studentenstatus kannten?...


Ein lebendiger Lernprozess ist tief im Alltag verwurzelt...